Vorab ist wichtig zu wissen. Ich bin kein Schriftsteller. Kein besonderes Talent im Schreiben und der Rechtschreibung. Ich schreibe so wie es mir auf der Seele brennt. Leg daher bitte von vornerein nicht allzu viel Wert auf Rechtschreibung, Kommasetzung oder was es auch immer gibt. Ich habe lediglich ein Anliegen: Meine Geschichte erzählen! Also, fangen wir an. Am Anfang vom Ende.
Aktuell bin ich 46 Jahre alt. Im letzten Jahr , genauer gesagt am 20. Juli 2022, hat sich mein Leben von Grund auf verändert. Was passiert ist? Der Titel kündigt es schon an. Ein Sturm zog auf. Mein persönlicher Sturm hat den Namen Dickdarmkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Aufgefallen nur, weil ich eine Verhärtung am Bauch spürte und diese durch meinen Hausarzt kontrollieren lassen wollte. Die Verhärtung stellte sich als Lebermethastase heraus. Ausgelöst von zwei Tumoren in meinem Dickdarm. Einer davon so groß das er mir zum Zeitpunkt der Diagnose bereits einen Darmverschluss einbringen konnte. Es ging dann auf einmal ganz schnell. Diagnose, dann OP. In der OP wurde mir ein Port in der Nähe des rechten Schlüsselbeins gelegt und, was erstmal deutlich schockierender war, ein künstlicher Darmausgang, Ein so genanntes Stoma. Genauer gesagt ein Colostoma, da es bei mir am Dickdarm gesetzt worden ist. Seit dem bin ich also nicht mehr allein unterwegs. Ich habe also nun die drei Stooges (Larry, Curly und Moe) in Form der Tumore und Metastasen immer bei mir und, was viel wichtiger ist, meinen neuen besten Freund und Lebensretter, Klaus-Bärbel. Klaus-Bärbel ist mein Stoma. Ich nenne ihn liebevoll meinen Mitarbeiter auf Aussendienst. Denn da war er schon immer. Nur muss er jetzt, mehr unfreiwillig als freiwillig, im Aussendienst arbeiten. Direkt auf meinem Bauch und nicht mehr in meinem Bauch.
Zum Zeitpunkt meiner Diagnose haben wir für dieses Jahr Chemo- und Immuntherapie eingeplant und auch eine spätere Entfernung der Metastasen und Tumore nicht ausgeschlossen. Ich will nicht spoilern, aber da kommen wir später nochmal zu. Nur so viel vorab. Hier in meinem Blog gibt es auch den Tag „MyLastMission“. Denk dir schonmal deinen Teil über diesen Tag ;).
Also, wenn du magst begleite mich ein Stück. Ich werde versuchen aus meinem Leben zu erzählen. Warum ich das machen möchte? Der Hauptgrund: Ich habe Lust sowas zu schreiben. Aber es gibt auch noch den ein oder anderen weiteren Grund:
- ich möchte anderen ein wenig die Angst vor einem Stoma nehmen (es ist nicht ansatzweise so schlimm wie man es sich vorstellt!)
- ich möchte Mut machen – Kraft geben das man, auch bei einem vielleicht ausweglosen Kampf, nicht einfach aufgibt
Also, wenn du möchtest, begleite mich ein Stück…..Mal sehen wie weit wir gemeinsam kommen.